Der Verein

Das Munich Quantum Valley (MQV) hat sich zum Ziel gesetzt, wettbewerbsfähige Quantencomputer in Bayern zu entwickeln und zu betreiben sowie ein breites Verständnis für Quantentechnologien und deren Nutzen für die Gesellschaft zu schaffen. Aufgabe des Munich Qauntum Valley e.V. ist es, die Bemühungen innerhalb des Munich Quantum Valley zu steuern und zu koordinieren.

Am 27. Januar 2022 wurde der Munich Quantum Valley e.V. von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ( FAU), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Technischen Universität München (TUM) gegründet.

Zweck des Munich Quantum Valley e.V. ist die Förderung der Quantentechnologie und Quantenwissenschaft sowie der Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet mit Schwerpunkt in Bayern. Dieser Zweck wird insbesondere durch die folgenden Aufgaben verwirklicht (Auszug aus der Satzung):

  • Aufbau eines Zentrums für Quantencomputing und Quantentechnologie
  • Gemeinsame Einwerbung von Drittmitteln durch die Mitglieder des Vereins
  • Koordinierung der MQV-Konsortien und der damit verbundenen Projekte
  • Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur gemeinsamen Verwertung der erzielten Forschungsergebnisse für den Transfer in die Praxis
  • Aufbau strategischer Allianzen mit Unternehmen aus dem Bereich der Quantenwissenschaft und Quantentechnologie und Kooperation mit externen Partnern
  • Aufbau eines Quantentechnologieparks
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einschließlich der Ausbildung auf dem Gebiet des Unternehmertums
  • Beratung der Vereinsmitglieder bei der Einrichtung von neuen Abteilungen und Professuren im Bereich Quantencomputing und Quantentechnologie
  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

Weitere wichtige bayerische und überregionale Forschungseinrichtungen und Universitäten mit starken Aktivitäten in der Quantenwissenschaft und -technologie werden effizient an das Munich Quantum Valley angebunden und beteiligen sich an dessen Aktivitäten. Aufgrund der Stärke seiner Gründungsinstitutionen und der langfristigen institutionellen Förderung wird das Munich Quantum Valley eine Schlüsselrolle in einer nationalen und europäischen Quantenstrategie spielen.


Gründungsmitglieder

Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW)

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist die größte der acht staatlichen Akademien in Deutschland und steht in Forschungsrankings an der Spitze. Sie ist spezialisiert auf innovative Langzeitforschung, vernetzt Wissenschaftler:innen über Fach- und Ländergrenzen hinweg, engagiert sich in Politik und Zivilgesellschaft, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und bietet ein erstklassiges Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Zur Akademie gehören auch das Leibniz-Rechenzentrum, eines der größten Supercomputing-Zentren in Europa, das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung (WMI) und das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation.

 

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Es betreibt Forschung und Entwicklung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung. Die Deutsche Raumfahrt-Agentur im DLR plant und realisiert das nationale Raumfahrtprogramm im Auftrag der Bundesregierung. Zwei DLR-Projektträger betreuen Förderprogramme und unterstützen den Wissenstransfer. Klima, Mobilität und Technik verändern sich global. Das DLR nutzt die Kompetenzen seiner 55 Forschungsinstitute und -einrichtungen, um Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. Unsere 10.000 Mitarbeitenden haben eine gemeinsame Mission: die Erde und den Weltraum zu erforschen und Technologien für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Damit trägt das DLR zur Stärkung des Forschungs- und Industriestandortes Deutschland bei.

Fraunhofer-Gesellschaft (FhG)

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für angewandte Forschung. Mit der Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien und der Verwertung ihrer Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine wichtige Rolle im Innovationsprozess. Als Vorreiter und Trendsetter für innovative Entwicklungen und Spitzenforschung gestaltet sie unsere Gesellschaft und unsere Zukunft mit. Die 1949 gegründete Fraunhofer-Gesellschaft betreibt derzeit 76 Institute und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland. Über 30.000 Mitarbeitende, überwiegend Naturwissenschaftler:innen und Ingenieur:innen, arbeiten mit einem jährlichen Forschungsbudget von 2,9 Milliarden Euro. Davon erwirtschaftet Fraunhofer 2,5 Milliarden Euro in der Vertragsforschung.

 

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit über 38.500 Studierenden, 600 Professor:innen und mehr als 14.500 Mitarbeitenden eine der größten Universitäten Deutschlands. Derzeit leitet die FAU 107 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekte oder ist an solchen beteiligt. Die FAU bietet rund 260 Studiengänge an, darunter neun bayerische Elite-Masterstudiengänge und rund 50 Studiengänge mit ausgeprägter internationaler Ausrichtung. Keine andere deutsche Universität bietet ein so breites und interdisziplinäres Fächerspektrum auf allen Qualifikationsstufen. Durch Partnerschaften mit Hochschulen in der ganzen Welt genießen die Studierenden der FAU globale Mobilität.

 

Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Als eine der führenden Forschungsuniversitäten Europas ist die LMU München höchsten internationalen Standards in Forschung und Lehre verpflichtet. Aufbauend auf ihrer mehr als 500-jährigen Tradition der Wissenschaft deckt die LMU ein breites Spektrum an Disziplinen ab, das von den Geistes- und Kulturwissenschaften über die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften reicht. 18 Prozent der 50.000 Studierenden der LMU kommen aus dem Ausland, sie stammen aus 130 Ländern weltweit. Das Know-how und die Kreativität der LMU-Wissenschaftler:innen bilden das Fundament für die herausragende Forschungsleistung der Universität. Dies spiegelt sich auch in der Auszeichnung der LMU als "Exzellenzuniversität" im Rahmen der bundesweiten Exzellenzstrategie zur Förderung der universitären Spitzenforschung wider.

 

Max-Planck-Gesellschaft (MPG)

Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, den Lebenswissenschaften und den Geisteswissenschaften. Sie wurde 1948 als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet und hat 29 Nobelpreisträger in ihren Reihen. Mehr als 15.000 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften pro Jahr - viele davon in renommierten Journalen wie Science und Nature - zeugen zudem von der herausragenden Arbeit an den Max-Planck-Instituten. In wichtigen Rankings, wie dem Nature Index oder dem Index of Highly Cited Researchers, ist Max Planck seit Jahren unter den Top 5 weltweit. Die Max-Planck-Gesellschaft ist mit ihren 86 Max-Planck-Instituten und -Einrichtungen und rund 24.000 Mitarbeitenden das internationale Aushängeschild der deutschen Wissenschaft. Neben fünf ausländischen Einrichtungen betreibt sie mehr als 22 Max-Planck-Zentren mit Forschungseinrichtungen wie der Princeton University in den USA, der Pariser Universität Science Po in Frankreich, dem University College London in Großbritannien und der Universität Tokio in Japan. Über 16.000 Nachwuchswissenschaftler:innen und Gastwissenschaftler:innen forschen jedes Jahr an Max-Planck-Instituten. Die Max-Planck-Gesellschaft wird zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert und verfügte im Jahr 2021 über ein Jahresbudget von 1,8 Milliarden Euro.

 

Technische Universität München (TUM)

Die Technische Universität München (TUM) ist eine der führenden Forschungsuniversitäten Europas mit mehr als 600 Professor:innen, 48.000 Studierenden und 11.000 akademischen und nichtakademischen Mitarbeitenden. Ihre Schwerpunkte liegen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, den Lebenswissenschaften und der Medizin sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM agiert als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Werte für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem TUM Asia Campus in Singapur sowie Büros in Peking, Brüssel, Mumbai, San Francisco und São Paulo ist sie weltweit vertreten. Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer haben an der TUM geforscht. In den Jahren 2006, 2012 und 2019 wurde sie als deutsche "Exzellenz-Universität" ausgezeichnet. In internationalen Rankings belegt die TUM regelmäßig Plätze unter den besten Universitäten in Deutschland.