Metastabile atomare Qubits sind aufgrund ihrer Skalierbarkeit und der Möglichkeit, Leakage-Fehler während des Rechenvorgangs in Erasure-Fehler umzuwandeln, eine äußerst vielversprechende Plattform für die Realisierung von Quantencomputern. Die neue Arbeit, die am MPQ entstanden ist und jetzt in den Physical Review Letters erschienen ist, hebt das neue metastabile Feinstruktur-Qubit, das auf den langlebigen Uhrzuständen von Strontium-88 basiert, als vielversprechenden Baustein für skalierbare Quantencomputer hervor, weil es universelle Gatter mit hoher Güte mit einer natürlichen atomaren, langlebigen Implementierung verbindet. Die zentrale Architekturidee ist besonders attraktiv für fehlertolerantes Rechnen. Indem der Grundzustand bewusst nicht zum Qubit-Unterraum gehört, lassen sich Leakage-Fehler gezielt in Erasure-Fehler umwandeln und damit während des Rechenablaufs deutlich besser erkennen. Ergänzt wird das durch spinselektive Abbildung innerhalb des Qubit-Manifolds, die eine zustandsaufgelöste Auslese und Postselektion auf erfolgreiche Rechenergebnisse erlaubt und so einen wichtigen Schritt in Richtung robuster, fehlerkorrigierter Quantenprozessoren basierend auf neutralen Atomen darstellt.
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