Pünktlich zum Start des Hofgartenfestes ließ sich nach mehreren Tagen Regen die Sonne wieder blicken und so strömten am Samstagvormittag bei bestem Wetter zahlreiche Besucher:innen in den Unteren Hofgarten. Bis zum späten Nachmittag wurde die Schlange an Gästen, die die Bayerische Staatskanzlei bei einer Führung von innen besichtigen wollten, nicht kürzer, und auch an und in den Pavillons, in denen sich die einzelnen Minsterien präsentierten, herrschte durchwegs großer Andrang. Am Stand des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst stellten sich drei verschiedene Forschungsintiativen der Hightech Agenda Bayern vor – mit dabei das Munich Quantum Valley (MQV).
Einen ersten Einstieg in die Welt der Quantenphysik ermöglichte ein optisches Experiment, anhand dessen die Besucher:innen über den Welle-Teilchen-Dualismus lernen konnten. Verschiedene Exponate aus dem MQV-Mitgliedsinstituten gaben konkrete Einblicke in die Entwicklung von Quantencomputer-Hardware, während die beliebten Bierdeckel mit verschiedenen Logikgatter-Motiven, die sich zu Quantenschaltkreisen zusammensetzen lassen, zum Thema Quantenalgorithmen und Software überleiteten. Auch zu möglichen Einsatzbereichen und potenziellen Anwendungen von Quantencomputern wurden viele Fragen gestellt. Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, stattete dem Stand ebenfalls einen Besuch ab und inspizierte unter anderem einen supraleitenden Quantenprozessor, den MQV-Forschende des Walther-Meißner-Instituts entwickelt haben.
Das vielfältige Bühnenprogramm mit Blasmusik und weiteren musikalischen und tänzerischen Darbietungen nicht unweit des MQV-Standes sowie der lauschige Biergarten nebenan, der unter den Platanen im Unteren Hofgarten eingerichtet worden war, sorgten für eine gesellige Atmosphäre – und so zeigte sich am Samstag, dass ein gemütliches Fest und Sprechen über Zukunftstechnologie wunderbar zusammenpassen.