Erster europäischer Quantencomputer für Deutschland: Euro-Q-Exa nimmt am Leibniz-Rechenzentrum seine Arbeit auf


Heute ist am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) mit Euro-Q-Exa der erste europäische Quantencomputer des EuroHPC Joint Undertakings in Deutschland in Betrieb gegangen. Das System verfügt über 54 Qubits und soll bis Ende 2026 um ein zusätzliches System mit mehr als 150 Qubits ergänzt werden. Angebunden an den Höchstleistungsrechner des LRZ, steht Euro-Q-Exa nun Forschenden in Europa zur Verfügung und soll die technische Unabhängigkeit im Quantencomputing vorantreiben.

In Anwesenheit von Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Silke Launert und des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, nimmt das „Radiance“-System von IQM Quantum Computers seine Arbeit auf.

Euro-Q-Exa ist eines von insgesamt sechs Quantensystemen, die in europäische Höchstleistungsrechner integriert werden und deren Beschaffung durch die EuroHPC Joint Undertaking erfolgt, um die technologische Unabhängigkeit im Quantencomputing zu erreichen.

Über den Munich Quantum Software Stack (MQSS), der im Rahmen von MQV entwickelt wurde, steht das System nun Forschenden aus Deutschland und Europa mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung – von weit verbreiteten Quanten-Software-Paketen wie Qiskit oder PennyLane bis hin zu hybriden Algorithmen und Schnittstellen zu nützlichen Software-Paketen.

Wie Staatsminister Blume betonte, ist die Wahl des Standorts für dieses europäische System nicht ohne Grund auf Bayern und das LRZ gefallen, sondern das Ergebnis unseres starken Quanten- und Hightech-Ökosystems.

Die vollständigen Pressemitteilungen sowie Zitate der beteiligten Partner finden Sie auf den Seiten des LRZ [DE] sowie der EuroHPC JU [EN].